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Fragen und Antworten zur Regenwassernutzung 2017-07-10T10:49:16+00:00

Fragen und Antworten zur Regenwassernutzung

Richtige Größe des Regenwassertanks

Die Grö­ße eines Regen­was­ser­tanks hängt grund­sätz­lich von drei Fak­to­ren ab:

1. Ört­li­che Nie­der­schlags­men­ge
2. Ange­schlos­se­ne Regen­auf­fang­flä­che
3. Regen­was­ser-Bedarf

Die für Sie idea­le Tank­grö­ße kön­nen Sie ganz leicht selbst ermit­teln!
Hier gelan­gen Sie zur Grö­ßen­er­mitt­lung!

Wäschewaschen mit Regenwasser

Regen­was­ser ist völ­lig kalk­frei. Das hat im Ver­gleich zum meist här­te­ren Lei­tungs­was­ser deut­li­che Vor­tei­le. Durch den Ein­satz des wei­chen Regen­was­sers wird weni­ger Wasch­mit­tel benö­tigt — der Ein­satz von Weich­spü­ler und Ent­kal­ker gehört der Ver­gan­gen­heit an.
So wer­den ins­ge­samt bes­se­re Wasch­er­geb­nis­se erzielt und die Umwelt geschont.
Kei­me gelan­gen vor allem über die Schmutz­wä­sche und nicht über das Regen­was­ser in die Wasch­ma­schi­ne.
Eini­ge Wasch­ma­schi­nen-Her­stel­ler emp­feh­len sogar den Ein­satz von Regen­was­ser für bes­te Wasch­er­geb­nis­se.

Wasserqualität

Ein Erd­tank eig­net sich ide­al zur Spei­che­rung von Regen­was­ser, da das Erd­reich den Tank vor Licht und Wär­me schützt. Die Tem­pe­ra­tur von Was­ser aus dem Erd­tank beträgt ganz­jäh­rig nur 6 bis 8°C.
Auf­grund der Dun­kel­heit und der Tem­pe­ra­tur kön­nen sich kei­ne Algen oder Mikro­or­ga­nis­men bil­den. So wird eine kon­stan­te Was­ser­qua­li­tät sicher­ge­stellt.
Auch bei einem ober­ir­di­schen Regen­was­ser­tank ist dar­auf zu ach­ten, dass die­se mög­lichst licht­un­durch­läs­sig sind.
Um eine star­ke Was­ser­er­wär­mung zu ver­mei­den, soll­ten sie licht­ge­schützt auf­ge­stellt wer­den.

Teile der Regenwasseranlage

Für die Bewäs­se­rung des Gar­tens rei­chen schon ein­fa­che und preis­wer­te Lösun­gen aus. Soll­ten Sie einen gro­ßen Gar­ten mit hohem Was­ser­be­darf haben oder Regen­was­ser auch im Haus nut­zen wol­len, emp­feh­len wir Ihnen eine unter­ir­di­sche Anla­ge (z.B. Carat Paket Haus und Gar­ten).
Dem Tank soll­te in jedem Fall ein Fil­ter vor­ge­schal­tet sein.
Zur Was­ser­ent­nah­me aus dem Tank benö­ti­gen Sie eine Pum­pe, die ent­we­der im Gar­ten oder auch — aus­ge­stat­tet mit einer Start-Stop-Auto­ma­tik — im Tank plat­ziert wird.
Sys­te­me für die Haus­nut­zung benö­ti­gen einen Haus­was­ser­au­to­ma­ten, der die Ver­brau­cher über ein zwei­tes Lei­tungs­netz mit Regen­was­ser ver­sorgt. Wenn der Tank leer sein soll­te speist der Haus­was­ser­au­to­mat auto­ma­tisch Trink­was­ser in das Lei­tungs­netz ein.
Für bes­te Was­ser­qua­li­tät emp­fiehlt sich der Ein­satz eines Rück­spül-Fein­fil­ters.

Reinigung des Regenwassertanks

Regen­was­ser ist völ­lig kalk­frei. Das hat im Ver­gleich zum meist här­te­ren Lei­tungs­was­ser deut­li­che Vor­tei­le. Durch den Ein­satz des wei­chen Regen­was­sers wird weni­ger Wasch­mit­tel benö­tigt — der Ein­satz von Weich­spü­ler und Ent­kal­ker gehört der Ver­gan­gen­heit an.
So wer­den ins­ge­samt bes­se­re Wasch­er­geb­nis­se erzielt und die Umwelt geschont.
Kei­me gelan­gen vor allem über die Schmutz­wä­sche und nicht über das Regen­was­ser in die Wasch­ma­schi­ne.
Eini­ge Wasch­ma­schi­nen-Her­stel­ler emp­feh­len sogar den Ein­satz von Regen­was­ser für bes­te Wasch­er­geb­nis­se.
Regen­was­ser­tanks, denen ein Fil­ter vor­ge­schal­tet ist und die über einen beru­hig­ten Zulauf sowie einen Über­lauf­si­phon ver­fü­gen, soll­ten alle 10 bis 15 Jah­re gerei­nigt wer­den.
Am Boden des Regen­was­ser­tanks bil­det sich im Lau­fe der Zeit eine Sedi­ment­schicht. Die­se ist für die Was­ser­qua­li­tät sehr wich­tig.

Zu häu­fi­ges Rei­ni­gen wür­de sie zer­stö­ren.

Durch das regel­mä­ßi­ge Über­lau­fen des Regen­was­ser­tanks über den Über­lauf­si­phon wird der Regen­was­ser­tank regel­mä­ßig von schwim­men­den Stof­fen (z.B. Blü­ten­pol­len) gerei­nigt. Zusätz­lich soll­ten Regen­was­ser­tanks, die an die Kana­li­sa­ti­on ange­schlos­sen wer­den, durch einen Geruchs­ver­schluss sowie einen Klein­tier­schutz vor schäd­li­chen Ein­flüs­sen geschützt wer­den.

Wie oft Sie die Fil­ter rei­ni­gen müs­sen, hängt grund­sätz­lich vom Fil­ter­ty­pen und den ört­li­chen Gege­ben­hei­ten ab.

Der selbst­rei­ni­gen­de GRAF Opti­max-Pro Fil­ter muss in der Regel nur ein- bis zwei­mal im Jahr über­prüft wer­den.

Genehmigung der Regenwasser-Nutzungsanlage?

Grund­sätz­lich sind Bau­vor­schrif­ten Lan­des­recht. Das bedeu­tet die Trink­was­ser­ver­sor­gung und Abwas­ser­ent­sor­gung unter­lie­gen der kom­mu­na­len Selbst­ver­wal­tung. Daher kön­nen wir hier kei­ne Anga­ben zu den ört­li­chen Gepflo­gen­hei­ten machen.
Letzt­lich müs­sen Sie sich bei der Bau­be­hör­de vor Ort, sowie bei Ihrer Was­ser­be­hör­de per­sön­lich erkun­di­gen, wel­che kon­kre­ten Vor­schrif­ten für Sie rele­vant sind.
Grund­la­ge für die Instal­la­ti­on einer Anla­ge sind die in der DIN 1988 Trink­was­ser-Lei­tungs­an­la­gen” und DIN 1986 Ent­wäs­se­rungs­an­la­gen für Gebäu­de und Grund­stü­cke fest­ge­leg­ten Nor­men.
Gene­rell gilt, dass Bau und Betrieb einer Regen­was­ser-Nut­zungs­an­la­ge grund­sätz­lich nicht unter­sagt wer­den kann, wenn die Anla­ge den ein­schlä­gi­gen Vor­schrif­ten (z.B. DIN-Nor­men) ent­spricht.
Beim Kauf einer GRAF-Anla­ge ist die Ein­hal­tung der ein­schlä­gi­gen Bestim­mun­gen gewähr­leis­tet.
Bei Regen­was­ser­nut­zung im Haus (z.B. für Toi­let­te und Wasch­ma­schi­ne) ist beim Was­ser­ver­sor­ger ein Antrag auf Teil­be­frei­ung von der Was­ser­lie­fe­rung zu stel­len.

Der Regenwassertank ist voll

Erd- und Kel­ler­tanks müs­sen mit einem Über­lauf aus­ge­rüs­tet sein, durch den das Was­ser in die Kana­li­sa­ti­on oder eine Ver­si­cke­rungs­an­la­ge über­lau­fen kann.
Beim Anschluss an die Kana­li­sa­ti­on soll­te der Über­lauf ober­halb der Rück­stau­ebe­ne der Kana­li­sa­ti­on lie­gen. Gege­be­nen­falls soll­te eine Rück­stau­klap­pe instal­liert wer­den.
Ober­ir­di­schen Tanks soll­ten immer mit einem Fall­rohr­fil­ter ange­schlos­sen wer­den. Die­ser stoppt den Zufluss des Was­sers wenn der Regen­was­ser­tank voll ist und das Was­ser fließt durch das Fall­rohr in den Kanal.

Frostgefahr für die Regenwasser-Nutzungsanlage?

Wenn Sie Ihr Regen­was­ser auch für Toi­let­ten­spü­lung und Wasch­ma­schi­ne nut­zen möch­ten, müs­sen Erd­tank und -fil­ter sowie im Erd­reich ver­leg­te was­ser­füh­ren­de Lei­tun­gen zum Schutz gegen Frost in der Regel 60 bis 100 cm unter der Erde ein­ge­baut wer­den.
Fra­gen Sie bit­te Ihr Bau­amt nach der für Sie gel­ten­den ört­li­chen Frost­frei­gren­ze!
Frost­si­cher ein­ge­bau­te Erd­tanks müs­sen eben­so wie Kel­ler­tanks im Win­ter nicht ent­leert wer­den.
Ober­ir­disch auf­ge­stell­te Behäl­ter müs­sen im Win­ter grund­sätz­lich geleert wer­den.
GRAF bie­tet jedoch auch win­ter­fes­te ober­ir­di­sche Behäl­ter an. Die­se müs­sen nicht voll­stän­dig ent­leert wer­den. Der Aus­lauf­hahn bleibt ein­fach über den Win­ter geöff­net.

Regenwassertank unter der Hofeinfahrt

Vie­le GRAF-Erd­tanks sind — in Ver­bin­dung mit einer Guss- oder Beton­ab­de­ckung grund­sätz­lich PKW- oder sogar LKW-befahr­bar.

Der Gestal­tung der dar­über lie­gen­den Flä­chen sind also fast kei­ne Gren­zen gesetzt.

Förderung von Regenwassernutzungsanlagen

Vie­le Minis­te­ri­en, Städ­te, Län­der und Gemein­den haben die Not­wen­dig­keit eines nach­hal­ti­gen Umgangs mit der Res­sour­ce Was­ser erkannt und för­dern ent­spre­chend die Nut­zung, Ver­si­cke­rung oder Rück­hal­tung von Regen­was­ser.

Fra­gen Sie nach!

Wasserqualität bei Regenwasser-Nutzungsanlagen

Eine kon­stant hohe Was­ser­qua­li­tät wird bei Regen­was­ser-Nut­zungs­an­la­gen durch einen mehr­stu­fi­gen Rei­ni­gungs­pro­zess gewähr­leis­tet:

1. Rei­ni­gungs­stu­fe
Die ers­te Rei­ni­gung des Regen­was­sers erfolgt über ein paten­tier­tes Fil­ter­sys­tem. Das gerei­nig­te Was­ser läuft in den Tank und Schmutz­par­ti­kel wer­den mit einer klei­nen Men­ge Rest­was­ser in den Kanal gespült. Wir bie­ten unter­schied­li­che Fil­ter­sys­te­me für jede Ein­bau­si­tua­ti­on.

2. Rei­ni­gungs­stu­fe
Damit sich feins­te Schmutz­par­ti­kel (< 0,35 mm) am Tank­bo­den abset­zen kön­nen, wird das gefil­ter­te Was­ser über einen beru­hig­ten Zulauf­topf am Tank­bo­den ein­ge­lei­tet. Somit wird eine per­ma­nen­te Auf­wir­be­lung des Was­sers ver­hin­dert und zusätz­lich Sauer­stoff am Tank­bo­den in das Was­ser ein­ge­bracht. Dadurch bleibt das Was­ser immer klar und frisch.

3. Rei­ni­gungs­stu­fe
Schmutz­par­ti­kel die leich­ter sind als Was­ser (z. B. Blü­ten­pol­len) set­zen sich an der Was­ser­ober­flä­che als Schwimm­schicht ab. Durch den im Tank instal­lier­ten Über­lauf­si­phon wird beim Über­lau­fen des Tanks die Schwimm­schicht ent­fernt. Ein regel­mä­ßi­ges Über­lau­fen des Tanks ist somit wich­tig für eine gleich­blei­ben­de Was­ser­qua­li­tät.

4. Rei­ni­gungs­stu­fe
Die Ent­nah­me des gesam­mel­ten Regen­was­sers erfolgt über eine schwim­men­de Ent­nah­me im obe­ren Bereich des Tanks. Hier (ca. 10 cm unter der Was­ser­ober­flä­che) befin­det sich die bes­te Was­ser­qua­li­tät.

Urhe­ber des Inhal­tes und der Bil­der ist die Otto Graf GmbH.